Geschichte der Friedhofskapelle

Am 26. März 1958 befaßte sich der Stemeler Gemeinderat erstmals mit der Errichtung eines eigenen Freidhofs. Der immer gefährlicher werdende Weg nach Enkhausen sowie der Wunsch der Bürgerinnen und Bürger, ihre toten Angehörigen in der Nähe bestatten zu können, führte 1962 zur Anlegung eines Friedhofs in Stemel.

Zwei Jahre später wurde die Friedhofskapelle erbaut und am 6. Juni 1965 mit der Errichtung des Glockenturmes das Werk abgeschlossen.

 

Mit der kommunalen Neugliederung 1975 und dem Verlust der Selbständigkeit gingen Friedhofskapelle und Friedhof an die Stadt Sundern.

 

Im Zuge der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagments (NKF) wurde im Jahr 2010 eine Neubewertung der örtlichen Leichenhallen/Friedhofskapellen und der entsprechenden Grundstücke vorgenommen. Die kalkulatorischen Kosten (Abschreibung und kalkulatorische Verzinsung) mußten jedoch in der Gebührenkalkulation der Stadt Sundern berücksichtigt werden. Auch die steigende Anzahl an Urnenbeisetzungen und die damit geringere Nutzung der Friedhofskapellen hätten zu einer erheblichen Gebührenerhöhung geführt, die eine weitere Nutzung fraglich gemacht hätten. Daher richtete der Umwelt- und Planungsausschuß der Stadt Sundern im Januar 2011 einen Arbeitskreis "Bestattungswesen" ein.

Dieser parteiübergreifende Arbeitskreis schlug eine Eigentumsübertragung der örtlichen Leichenhallen/Friedhofskapellen an Fördervereine oder Dorfgemeinschaften vor. Und so beschloß der Rat der Stadt Sundern am 12. November 2012 die Übergabe der Stemeler Friedhofskapelle an einen noch zu gründenden Fördervererein.